Bock auf Gott? Bitte mehr Opium!

So lautete der Titel beim großen Finale des Sommersemesters in Linz. Pater Karl Wallner, der künftige Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, gab einige „Antidepressiva“ für uns Christen:

  • das große Ziel entdecken: erfülltes Verbundensein mit Gott
  • uns als Christen nicht verstecken – „Give something back!“
  • andere mit unserer Überzeugung anstecken
  • uns mit allem, was wir haben, Gott ganz hingeben

Mehr „Opium“ bedeutet mehr Freude – gemeint ist natürlich nicht die Droge, sondern die Liebe Gottes. Danke P. Karl für deine aufbauenden und mitreißenden Worte!

Blind und doch sehend. Marco Blumenreich begeistert in Wien.

Marco Blumenreich ist einfach nur beeindruckend. Er ist es aber nicht nur deswegen, weil er trotz seiner Blindheit Fahrrad fahren und Farben fühlen kann, als Psychotherapeut in freier Praxis arbeitet und mehrere Computer Programmiersprachen kennt. Was am beeindruckendsten ist seine Einstellung. Er war „einer Anreihe von unglaublichen Gewalterfahrungen“ seiner Adoptiveltern ausgesetzt, mit 16 ausgestoßen, lebte 3 Jahre auf der Straße, hat die unglaublichsten Schicksalsschläge und ist nicht im geringsten bitter. Im Gegenteil, er strahlt Versöhnung, Frieden und Freude aus und schöpft aus einer intensiven Christusbeziehung. Sogar die schwierigsten Momente seines Lebens betrachtet er als Geschenk. Und überhaupt. Es fällt sehr schnell auf, dass die Dankbarkeit eine Herzenshaltung ist, die Marco durch und durch prägt. Er hätte seine sehr wohlhabende Eltern beim Jugendamt verklagen können und wurde öfters dazu geraten, tat es aber nicht, denn, „Ich wollte mein Leben nicht zerstören. Ich blieb lieber auf der Straße. Damals hätte ich etwas anderes brauchen können, heute würde ich diese Jahre nicht vermissen wollen.“ Ein „unglaublicher Satz in mir“ änderte alles. Dieser Satz lautete „das ist das Beste, das ich für dich habe“. Es war ein Satz, der er zu Beginn nicht verstand aber nach und nach alles veränderte. Ein Impuls, den es sich mehr als lohnt, nachzuhören. Es war ein unvergesslicher Abend, danke Marco!

Hier der Impuls zum Nachhören:

Sommersemester startet in Wien

Das Sommersemester 2016 steht vor der Tür. Das Wiener Team freut sich über dieses Semester besonders – und nicht nur deswegen, weil es wieder einmal gelungen ist, ein sehr interessantes Programm mit Top-Rednern zusammenzustellen. Mit dem Sommersemester beginnt nämlich auch eine neue Kooperation mit dem Café Caspar und der KHG Wien. Diese Kooperation wird nichts an der Ausrichtung oder der Kultur von Theologie vom Fass ändern, da es sich lediglich um eine Kooperation im logistischen Bereich handelt. Das Team erhofft sich jedoch eine noch attraktiverer Gestaltung und eine noch besserer Gesamterfahrung für euch als Teilnehmer.

Hier das Programm:

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Der Veranstaltungsort ist das Café Caspar, Grillparzerstraße 6, 1010 Wien.

 

 

Freimaurer – Ein Ehemaliger packt aus

Es war wohl die bislang am besten besuchte Theologie vom Fass Veranstaltung in Aachen. Mehr als 60 Interessierte fanden sich am 7. Januar zum Jahresauftakt ein, um Burkhardt Gorissen zuzuhören, der bis vor wenigen Jahren eine hohe Position bei den Freimaurern einnahm. Einerseits stellte sich heraus, dass der vermeintliche Geheimbund gar nicht so geheim ist, die Logen stellen sich im Internet dar und sogar alle Rituale lassen sich im Netz finden. Auf der anderen Seite wurde deutlich, dass die Freimaurer an den wesentlichen politischen Umwälzungen der Neuzeit beteiligt waren, und viele Freimaurer einflussreiche Positionen einnahmen, bzw. einnehmen. Nach dem Vortrag erfolgte eine angeregte Diskussion. Gorissen ging auf alle Fragen des Publikums ein, und mahnte, wachsam darauf zu achten, von wem oder was man sich beeinflussen oder sogar manipulieren lässt.

Zu Fuß nach Jerusalem

Unser Leben ist eine Pilgerreise. Pilgern heißt neu werden, an Liebe und Geduld wachsen – jedoch und gerade durch den Weg mit seinen Mühen. Der Pilger wird nicht am Pilgerort heilig, sondern durch das Pilgern selbst.

Am 30. September hatten wir in Linz den Theologie vom Fass Semesterauftakt mit P. Johannes Maria Schwarz. Thema war seine Fußreise nach Jerusalem, immerhin 14.000 km! Es war ein interessanter Vortrag, locker und spirituell zugleich. Hier einige Ausschnitte:

Heiligkeit besteht darin, das Seine zu tun, dort wo man von Gott hingestellt wird, also sich in Liebe und Geduld üben (mit seinen Nächsten leben).

Gibt es eine Grenze der Geduld? Die Antwort darauf ist der Kreuzweg: nur Jesus war fähig, diesen Leidensweg (angespuckt, geschlagen, gedemütigt…) in voller Geduld und Liebe zu gehen, wir Menschen niemals. Er hatte nur den Blick der Liebe für alle Menschen. Geduld gibt der Liebe Raum!

P. Johannes hatte einige sehr prägende Begegnungen. “Wenn die extremen Mühen der Umwege auf den Weg nach Jerusalem nur deshalb waren, um diesem einen Menschen zu begegnen, war es das wert!” Das kann man wohl auch auf unser Leben übertragen. Meist sieht man erst im Nachhinein, auch nach Monaten oder Jahren, warum es manchmal solche Umwege gab.

Verlieren wir nie das Ziel aus den Augen! Unser wirkliches Ziel ist nicht horizontal, sondern vertikal: gerade hinauf in den Himmel.

Bilder seiner Reise nach Jerusalem sind auf dem Blog von P. Johannes zu finden: www.4kmh.com. Hier der ganze Vortrag mit Fragen und Abschluß (also die vollen „zwei Halben und ein Stamperl“) zum Nachhören: