Aleppo, die Stadt die niemals Stirbt

Ein Christ berichtet

Selten bekommt man im Fernsehen so persönliche Bilder zu sehen, mit denen der Syrer George Bazarij vergangenen Dienstag Abend die Theologie vom Fass-Besucher mit auf eine Reise durch seine Heimatstadt Aleppo nahm: ein modernes Fußballstadion, bunt illuminierte Einkaufsstraßen, Kinder, die fröhlich Basketball spielten. Man hätte meinen können, es habe sich um jede beliebige mitteleuropäische Stadt handeln können.

Auf fesselnde Weise schilderte der Syrer, wie er den Ausbruch des Bürgerkriegs erlebt hatte und wie in kurzer Zeit Raketenangriffe und einfallende Rebellen die Schönheit seiner Stadt in das Inferno verwandelten, was wir so häufig im Fernsehen gesehen haben. George verlor Freunde, es gab weder Wasser noch Stromversorgung . Aber gab es auch keine Hoffnung? Nein, George zeigte, wie Studierende auch ohne Strom im Kerzenschein weiterlernten, wie er und seine Freunde Freizeit nutzen um Wasser zu besorgen, wie trotz der zahlreichen Grausamkeiten viele Menschen die Hoffnung dennoch nicht aufgeben. Und es ist diese Hoffnung, dass Aleppo einst wieder in seiner alten Schönheit erstrahlen wird.

Weitere tolle Aufnahmen findest du in unserer Mediathek bzw. im Podcast!

 

 

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Kein Sex vor der Ehe

Linda Weber sprach über ihr Leben vor und während der Ehe

Am vergangenen Dienstagabend durften wir Linda Weber bei Theologie vom Fass in Köln begrüßen und mit ihr konnten wir über die Theologie des Leibes diskutieren.

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Anstatt trocken über das Thema der Theologie des Leibes zu sprechen, hat uns Linda einzelne Aspekte anhand ihrer bisherigen Erfahrungen und Beziehungen veranschaulicht. Oft hat sie sich dabei auf das Schreiben von Papst Johannes Paul II bezogen.

Zum Schluss des Vortrags gab sie uns noch vier Punkte mit auf dem Weg:

1. Sucht euch ein gutes Ziel in eurem Leben.
2. Du hast eine wunderschöne Identität und bist Abbild Gottes.
3. Das sinnvollstes, was du in deinem Leben tun kannst ist die Selbsthingabe.
4. Ein gutes Geschenk beruht auf gutem Timing.

Anschließend stellte sich Linda den offenen und direkten Fragen der Zuhörer.


Den ganzen Vortrag findet ihr bei Soundcloud zum Nachhören.

Weitere tolle Aufnahmen findest du in unserer Mediathek bzw. im Podcast!

 

Heilt Gott noch heute?

Marco Blumenreich sprach in Köln ganz offen über sein Blindheit

„Man soll in seinem Leben mit den Talenten und Gaben umgehen, die Gott einem gegeben hat, aber auch die Verletzungen und Wunden die man davongetragen hat, können zu Wegweisern und Gelegenheiten werden. Gott ruft immer den ganzen Menschen.“

gab uns letzten Dienstag Marco Blumenreich bei Theologie vom Fass Köln mit auf den Weg. Er selbst ist der Beweis dafür, dass ein erfülltes Leben trotz und gerade durch seine Blindheit möglich ist. In seinem spanenden Vortrag hat er uns viel aus seinem bewegten Leben erzählt. Viele interessierten sich, wie Marco seinen praktischen Alltag meistert. Über seine Leidenschaft für Ski- und Radfahren, sowie Marathon laufen berichtete er in der Fragerunde.

 

 

 

Hier kannst du einen ähnlichen Vortrag von Marco aus Wien (inkl. Fragen) anhören. Weitere tolle Aufnahmen findest du in unserer Mediathek bzw. im Podcast!

Warum glauben?

Bischof Stefan Oster sprach in Linz über Glaube und Kirche

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Bischof Stefan mit einem Teil des langjährigen Teams von TvFass in Linz

Das Kaufmann’s Café im Linzer Stadtbräu Josef war bis auf den letzten Platz gefüllt. Kein Wunder, denn nicht oft spricht bei Theologie vom Fass – einem jungen Format über Glaube und Kirche mit Gespräch und Diskussion – gleich ein Bischof, noch dazu so ein junger und in so erfrischender Weise!

Nach der gewohnt kurzen Einführung durch Gerhard Augeneder vom Linzer Theologie vom Fass Team ging es gleich zur ersten „Halben“, nämlich dem Vortrag zum Thema „Was heißt Glaube – und braucht es dazu eigentlich Kirche?“.

Witzig, praktisch und tiefsinnig brachte es Bischof Stefan auf den Punkt – nämlich dass es gerade bei diesem Thema um Beziehung geht. Er begann beim Was des Glaubens, hangelte sich gekonnt zum Wem, und von dort zum Wie:

„Wir glauben, Gott ist Person, jemand, zu man ‚du‘ sagen kann. Kann ich glauben, dass die ganze Schöpfung gewissermaßen eine Art Wohnung Gottes ist, in der sich ausdrückt? In der Schönheit und Majestät der Schöpfung drückt sich eine Person für uns aus!“

Schließlich gibt es keinen Jesus ohne Kirche – die ist nämlich die Familie Gottes. Das Kostbarste, das Jesus uns geschenkt hat, ist das Wort „Vater“, so der Bischof zum Abschluss seiner Worte, welche in die zweite „Halbe“ – nämlich eine Zeit für Fragen – überleitete.

Nach diesem interessanten Austausch gab es noch viele herzliche Begegnungen mit den Besuchern des Cafés. Danke, Herr Bischof, für ihre klaren und motivierenden Worte!

Hier kannst du die gesamte Aufnahme (inkl. Fragen) anhören. Weitere tolle Aufnahmen findest du in unserer Mediathek bzw. im Podcast!

Esoterik auf dem Prüfstand

Zum Herrn hin oder von Ihm weg?

Diakon Marcus Riccabona über Esoterik und die Unterscheidung der Geister

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Esoterik ist ein allgegenwärtiges, oft emotional besetztes und schwer zu fassendes Thema. Doch Marcus Riccabona, Diakon und Leiter der Pressereferats der Diözese St. Pölten, findet bei Theologie vom Fass im Josef am 3. Mai 2017 in Linz klare Worte – nicht zuletzt deswegen, weil er selbst früher „Esoterik-Guru“ war. Es war definitiv einer der spannendsten Theologie vom Fass Abende in Oberösterreich!

Wissen, was Glauben bedeutet

„Relativismus und Subjektivismus sind der Nährboden für die Esoterik“, erklärt Markus Riccabona. Esoterik vermischt: „Man nimmt von überall etwas, von den Weltreligionen, Naturwissenschaften, und bastelt damit seine eigene Wahrheit.“ Es ist ein Synkretismus;
für den einzelnen ist es oft schwer festzustellen, was vom breiten Angebot überhaupt Esoterik ist, und was nicht.
„Sobald aber Aussagen verabsolutiert und mit ihnen Heilsversprechen verknüpft werden, ist Feuer am Dach!“
Esoterik suggeriert und verspricht: man darf an der „geheimen Lehre“ teilhaben, weil man besonders ist: „Wer sich selbst erkennt, lernt und meditiert, kann aufsteigen, sich mit dem Göttlichen verbinden, schließlich selber sein wie Gott.“ Es gibt einen „einfachen Weg“ nach oben, eine Art Abkürzung – aber man muss ihn selber finden und gehen. Esoterik verlangt Leistung: „Du musst…!“ Sie führt schlussendlich in die Isolation und Einsamkeit: „Ich. Ich. Ich!“ Nicht zu vergessen, dass der ganze Spaß Geld kostet – unter Umständen nicht wenig, wie der Diakon aus schmerzlicher Erfahrung berichtet.

Weg vom Herrn?

Esoterik führt also insgesamt weg vom Herrn, weg von einem persönlichen Gott, der seinen Sohn sandte, damit wir Menschen neuerlich Freundschaft mit ihm haben können. Darum ist auch die Esoterik mit der christlichen Weltanschauung unvereinbar. Christsein führt hin zum Herrn, zum Du, zur Beziehung. Es geht um die Erlösung, die ein Geschenk Gottes, eine Gnade, ein Liebesakt Gottes ist.

Hier der gesamte Vortrag mit Fragerunde zum Nachhören. Wer lieber nachlesen will, kann sich das erwähnte Skriptum downloaden.

Weiterführende Links:

Homepage der Diözese St. Pölten
Homepage der Stiftspfarre Heiligenkreuz

Lebenswende statt Lebensende

„Wesentlich ist die Beziehung mit Gott. Taufe und Mitgliedschaft in der Kirche allein reichen nicht. Es braucht eine Entscheidung für ihn!“

Franz Wimberger

Strahlendes Lächeln, leicht gebückte Haltung und markanter oberösterreichischer Dialekt: Franz Wimberger, erfolgreicher Unternehmer, sprach bei „Theologie vom Fass“ im vollen „Kaufmann’s“ des  „Josef – das Stadtbräu“ in Linz über seine Lebenswende.

Ein Lebenszeugnis, nicht aus dem enthusiastischen Amerika, nicht aus dem bedrängten Nahen Osten oder dem notleidenden Afrika. Nein, ganz aus der Nähe. Von einem Mann, dessen größte Bedrängnis eine Folge seines Erfolges war.

„Drei falschen Göttern habe ich gedient: Macht, Geld und Sex“, bekennt Franz Wimberger ganz offenherzig. Und drei mutige Entscheidungen, bestärkt durch das Lebenszeugnis eines Dritten, brachten die Wende:

  1. Ob wir Jesus Christus als Erlöser in unser Herz aufnehmen wollen? Ja.
  2. Ob wir uns alle Verletzungen der vergangenen Jahre verzeihen können? Ja.
  3. Ob wir glauben, dass Gott uns heilen kann? Ja.

Nein, sein Leben hat sich nicht von heute auf morgen um 180 Grad geändert. Ja, es war und ist ein Weg. Ja, er strahlt innere Ruhe, Zufriedenheit und Begeisterung aus. Nein, er hat keine Scheu, vor vielen Menschen seine Fehler zuzugeben. Ja, er benennt klar Jesus Christus als den Retter in seiner Not. Ja, man kann erfolgreich und christlich sein. Nein, man ist nicht gefeit vor neuen Irrtümern und Versuchungen. Ja, es bedarf einer Konsequenz. Ja, Gebet hilft. Ja, man würde sich ihn wieder anhören. Denn ja, er ist ein Zeuge für das Wirken Christi.

Hier der volle Vortrag in Linz zum Nachhören:

Blind und doch geheilt

„Spannenderweise bin ich draufgekommen, dass die Blindheit für mich ein angenehmer Zustand ist!“

Wer sagt denn so etwas? Marco Blumenreich. In Mexico geboren, in Oberösterreich aufgewachsen, in Wien wohnhaft. Blind, mit nur 0,015 Prozent Sehkraft.

„Ich bin blind und kann doch auf einer anderen Ebene sehen“, sagt Marco. „Ich kann nicht auf den ersten Blick so schnell sehen wie Sehende. Aber das längere Hinschauen ist ganz meins, das Kontemplative. Ich sehe anders und genieße das auch sehr. Es spürt sich frei und gesund an.“ Und als Schüler meinte er in einem Gespräch mit dem Religionslehrer: „Durch die Blindheit sehe ich mehr als andere. Ich sehe die Ewigkeit.“

Als Besucher von Theologie vom Fass in Linz konnte man ob des Gehörten und Gesehenen nur staunen. Marco, von Beruf Psychotherapeut, begeisterter Radfahrer (!), einst ein geschlagenes und verletztes Kind, heute ein lebensfroher und gläubiger Mann, der viel um Heilung betet, viel Heilung erfahren hat, Gott vieles hinlegt. Seine Augen können zwar nicht sehen, aber: „Gott kann dort heilen, wo wir offen sind und ihn darum bitten. Dann ändert sich Gewaltiges!“, ist er überzeugt.

Ein beeindruckendes Zeugnis! Danke, Marco! Gottes reichen Segen wünschen wir dir!

Hier der gesamte Abend zum Nachhören: