Alle Beiträge von P. George Elsbett LC

Über P. George Elsbett LC

Priester. Oberer der Ordensniederlassung in Wien. Regionalkoordinator des Regnum Christi für Österreich.

Blind und doch sehend. Marco Blumenreich begeistert in Wien.

Marco Blumenreich ist einfach nur beeindruckend. Er ist es aber nicht nur deswegen, weil er trotz seiner Blindheit Fahrrad fahren und Farben fühlen kann, als Psychotherapeut in freier Praxis arbeitet und mehrere Computer Programmiersprachen kennt. Was am beeindruckendsten ist seine Einstellung. Er war „einer Anreihe von unglaublichen Gewalterfahrungen“ seiner Adoptiveltern ausgesetzt, mit 16 ausgestoßen, lebte 3 Jahre auf der Straße, hat die unglaublichsten Schicksalsschläge und ist nicht im geringsten bitter. Im Gegenteil, er strahlt Versöhnung, Frieden und Freude aus und schöpft aus einer intensiven Christusbeziehung. Sogar die schwierigsten Momente seines Lebens betrachtet er als Geschenk. Und überhaupt. Es fällt sehr schnell auf, dass die Dankbarkeit eine Herzenshaltung ist, die Marco durch und durch prägt. Er hätte seine sehr wohlhabende Eltern beim Jugendamt verklagen können und wurde öfters dazu geraten, tat es aber nicht, denn, „Ich wollte mein Leben nicht zerstören. Ich blieb lieber auf der Straße. Damals hätte ich etwas anderes brauchen können, heute würde ich diese Jahre nicht vermissen wollen.“ Ein „unglaublicher Satz in mir“ änderte alles. Dieser Satz lautete „das ist das Beste, das ich für dich habe“. Es war ein Satz, der er zu Beginn nicht verstand aber nach und nach alles veränderte. Ein Impuls, den es sich mehr als lohnt, nachzuhören. Es war ein unvergesslicher Abend, danke Marco!

Hier der Impuls zum Nachhören:

Werbeanzeigen

Sommersemester startet in Wien

Das Sommersemester 2016 steht vor der Tür. Das Wiener Team freut sich über dieses Semester besonders – und nicht nur deswegen, weil es wieder einmal gelungen ist, ein sehr interessantes Programm mit Top-Rednern zusammenzustellen. Mit dem Sommersemester beginnt nämlich auch eine neue Kooperation mit dem Café Caspar und der KHG Wien. Diese Kooperation wird nichts an der Ausrichtung oder der Kultur von Theologie vom Fass ändern, da es sich lediglich um eine Kooperation im logistischen Bereich handelt. Das Team erhofft sich jedoch eine noch attraktiverer Gestaltung und eine noch besserer Gesamterfahrung für euch als Teilnehmer.

Hier das Programm:

0002

Der Veranstaltungsort ist das Café Caspar, Grillparzerstraße 6, 1010 Wien.

 

 

Vom Feuer des Herzens

„Worüber ich reden will? – Sicherlich nicht von brennenden Häusern, auch nicht von radikalen Christen. Mir geht es um den Unterschied zwischen einen normalen und einen Durschnittschristen. Was heißt das eigentlich, ein normaler Christ – ein Christ, der sich vom Wort Gottes leiten lässt – zu sein?“ – so Georg Mayr-Melnhof, Leiter der Loretto-Gemeinschaft, bei Theologie vom Fass gestern Abend im Melker Stiftskeller in Wien.

„Aufrüttelnd!“, „Sehr authentisch!“, „Eigentlich geht es doch darum, die Menschenfurcht zu überwinden.“, „Das bringt mich ja total aus meiner Komfortzone.“ – Diese und ähnliche Kommentare konnte man gestern nach dem Vortrag hören. Stay tuned für das neue Semester: im Oktober geht’s wieder weiter!

Wie finde ich den/die Richtige?

„Sie war schon immer gut, aber jetzt hat sie sich noch richtig gesteigert!“, war der Kommentar von Johanna S., die Gudrun Kugler von ähnlichen Vorträgen aus der Vergangenheit kannte. In der Tat war es ein spannender Freitagabend im Melker Stiftskeller, mit vielen konkreten Anregungen zum Nachdenken.

Die Entscheidung, Theologie vom Fass in Wien auf Freitag zu verlegen, hat sich wohl bewährt: niemand hatte diesmal Uni-Stress für den nächsten Tag, und so gab es auch nach dem offiziellen Schluss noch regen Austausch und Diskussion – bis spät in die Nacht. :)

Da es dieses Mal leider ein technisches Problem mit der Aufzeichnung gab, wird der Vortrag nur in der Erinnerung der über 80 Gäste bleiben. An dieser Stelle ein gut gemeinter Tipp: wenn Dich ein Thema interessiert, warte nicht bis die Aufnahme (vielleicht) im Web steht, sondern komm gleich selbst vorbei! :)

Ist wirklich “ois Oasch”?

Ein interessanter Abend gestern mit Christoph Mittermair: Es begann mit „100-Meter-Sudern„, und das war nur der Anfang eines heiteren Abends :) Heiter, aber auch tiefgründig. Hier einige Eindrücke: Was hat es mit dem „Sudern“ auf sich? Sind wir Österreicher darin wirklich Weltklasse? Wie vermeidet man, immer wieder ins Negative zu fallen? Wie kann ich eine positivere Sicht der Dinge und der Menschen entwickeln? Entstellt das nicht die Wahrheit?

Bitte schau bald nochmal vorbei, der Vortrag wird in einigen Tagen hier zum Nachhören sein.

Generation Maybe

 Was uns die Unterscheidung der Geister heute sagen kann

Die Wände des Melker Stiftskellers haben wohl selten einen solch spannenden Vortrag gehört. Univ.-Prof. DDr. Matthias Beck begeisterte und forderte die über 120 Teilnehmer zugleich heraus – dabei kam auch der Humor nicht zu kurz.

„Genau diese Fragen tragen wir alle mit uns herum…!“, meint begeistert Magdalena: „Meine Freundin klopfte heute an die Tür und fragte, ob ich mitkommen wollte. Eigentlich hatte ich was anderes vor, aber jetzt freue ich mich, gekommen zu sein.“

Und Bene, ein bereits langjähriger Besucher bei Theologie vom Fass: „Einer der besten Vorträge, die ich jemals bei Theologie vom Fass gehört habe.“

Also am besten gleich reinhören:

Wahrheitstherapie – was ersehnt die Seele mehr?

Was hat den wohl die Wahrheit mit der Psychotherapie zu tun? Erstmal gar nichts. Das meinte Dr. Raphael Bonelli bei der letzten Wintersemester-Ausgabe von Theologie vom Fass in Salzburg am Dienstagabend. Psychotherapie ist eine Methode, sie erhebt in sich keinen Wahrheitsanspruch. Aber das soll nicht heißen, dass Wahrheit keinen Platz in der Psychotherapie haben kann oder soll. Denn die Wahrheit ist nichts anderes, so Bonelli, als “Die Übereinstimmung des Verstandes mit der Wirklichkeit”, und das nicht-wahrhaben-wollen der Wirklichkeit, das ist gerade der Grund, warum viele in einer Psychotherapie landen.

Es war ein sehr spannender Abend, es lohnt sich, den Vortrag und die Fragen nachzuhören! Hier in voller Länge, samt Fragen: