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Esoterik auf dem Prüfstand

Zum Herrn hin oder von Ihm weg?

Diakon Marcus Riccabona über Esoterik und die Unterscheidung der Geister

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Esoterik ist ein allgegenwärtiges, oft emotional besetztes und schwer zu fassendes Thema. Doch Marcus Riccabona, Diakon und Leiter der Pressereferats der Diözese St. Pölten, findet bei Theologie vom Fass im Josef am 3. Mai 2017 in Linz klare Worte – nicht zuletzt deswegen, weil er selbst früher „Esoterik-Guru“ war. Es war definitiv einer der spannendsten Theologie vom Fass Abende in Oberösterreich!

Wissen, was Glauben bedeutet

„Relativismus und Subjektivismus sind der Nährboden für die Esoterik“, erklärt Markus Riccabona. Esoterik vermischt: „Man nimmt von überall etwas, von den Weltreligionen, Naturwissenschaften, und bastelt damit seine eigene Wahrheit.“ Es ist ein Synkretismus;
für den einzelnen ist es oft schwer festzustellen, was vom breiten Angebot überhaupt Esoterik ist, und was nicht.
„Sobald aber Aussagen verabsolutiert und mit ihnen Heilsversprechen verknüpft werden, ist Feuer am Dach!“
Esoterik suggeriert und verspricht: man darf an der „geheimen Lehre“ teilhaben, weil man besonders ist: „Wer sich selbst erkennt, lernt und meditiert, kann aufsteigen, sich mit dem Göttlichen verbinden, schließlich selber sein wie Gott.“ Es gibt einen „einfachen Weg“ nach oben, eine Art Abkürzung – aber man muss ihn selber finden und gehen. Esoterik verlangt Leistung: „Du musst…!“ Sie führt schlussendlich in die Isolation und Einsamkeit: „Ich. Ich. Ich!“ Nicht zu vergessen, dass der ganze Spaß Geld kostet – unter Umständen nicht wenig, wie der Diakon aus schmerzlicher Erfahrung berichtet.

Weg vom Herrn?

Esoterik führt also insgesamt weg vom Herrn, weg von einem persönlichen Gott, der seinen Sohn sandte, damit wir Menschen neuerlich Freundschaft mit ihm haben können. Darum ist auch die Esoterik mit der christlichen Weltanschauung unvereinbar. Christsein führt hin zum Herrn, zum Du, zur Beziehung. Es geht um die Erlösung, die ein Geschenk Gottes, eine Gnade, ein Liebesakt Gottes ist.

Hier der gesamte Vortrag mit Fragerunde zum Nachhören. Wer lieber nachlesen will, kann sich das erwähnte Skriptum downloaden.

Weiterführende Links:

Homepage der Diözese St. Pölten
Homepage der Stiftspfarre Heiligenkreuz

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Günter Veit: Ein heißes Eisen


Günter Veit führt ein seit Generationen erfolgreiches Maschinenbauunternehmen mit weltweit 400 Mitarbeitern auf mehreren Kontinenten und ist seit 45 Jahren begeisterter Christ. Er spannte in seinem Impulsvortrag einen Bogen von seinen Anfängen als potenzieller Rockmusiker, das Wiederentdecken seines Glaubens, zu einer Zwischenstation als Missionar hin zum zunächst nicht geplanten Eintritt ins und die spätere Übernahme des Familienunternehmens.

„An Gottes Segen ist alles gelegen!“

Der Unternehmer aus Landsberg am Lech schilderte uns auch die eine oder andere göttliche Fügung aus dem Unternehmensalltag. Hier der ganze Vortrag mit Fragen und Abschluss (also die vollen „zwei Halben und ein Stamperl“) zum Nachhören:

Bock auf Gott? Bitte mehr Opium!

So lautete der Titel beim großen Finale des Sommersemesters in Linz. Pater Karl Wallner, der künftige Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, gab einige „Antidepressiva“ für uns Christen:

  • das große Ziel entdecken: erfülltes Verbundensein mit Gott
  • uns als Christen nicht verstecken – „Give something back!“
  • andere mit unserer Überzeugung anstecken
  • uns mit allem, was wir haben, Gott ganz hingeben

Mehr „Opium“ bedeutet mehr Freude – gemeint ist natürlich nicht die Droge, sondern die Liebe Gottes. Danke P. Karl für deine aufbauenden und mitreißenden Worte!

Vom Feuer des Herzens

„Worüber ich reden will? – Sicherlich nicht von brennenden Häusern, auch nicht von radikalen Christen. Mir geht es um den Unterschied zwischen einen normalen und einen Durschnittschristen. Was heißt das eigentlich, ein normaler Christ – ein Christ, der sich vom Wort Gottes leiten lässt – zu sein?“ – so Georg Mayr-Melnhof, Leiter der Loretto-Gemeinschaft, bei Theologie vom Fass gestern Abend im Melker Stiftskeller in Wien.

„Aufrüttelnd!“, „Sehr authentisch!“, „Eigentlich geht es doch darum, die Menschenfurcht zu überwinden.“, „Das bringt mich ja total aus meiner Komfortzone.“ – Diese und ähnliche Kommentare konnte man gestern nach dem Vortrag hören. Stay tuned für das neue Semester: im Oktober geht’s wieder weiter!