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Blind und doch geheilt

„Spannenderweise bin ich draufgekommen, dass die Blindheit für mich ein angenehmer Zustand ist!“

Wer sagt denn so etwas? Marco Blumenreich. In Mexico geboren, in Oberösterreich aufgewachsen, in Wien wohnhaft. Blind, mit nur 0,015 Prozent Sehkraft.

„Ich bin blind und kann doch auf einer anderen Ebene sehen“, sagt Marco. „Ich kann nicht auf den ersten Blick so schnell sehen wie Sehende. Aber das längere Hinschauen ist ganz meins, das Kontemplative. Ich sehe anders und genieße das auch sehr. Es spürt sich frei und gesund an.“ Und als Schüler meinte er in einem Gespräch mit dem Religionslehrer: „Durch die Blindheit sehe ich mehr als andere. Ich sehe die Ewigkeit.“

Als Besucher von Theologie vom Fass in Linz konnte man ob des Gehörten und Gesehenen nur staunen. Marco, von Beruf Psychotherapeut, begeisterter Radfahrer (!), einst ein geschlagenes und verletztes Kind, heute ein lebensfroher und gläubiger Mann, der viel um Heilung betet, viel Heilung erfahren hat, Gott vieles hinlegt. Seine Augen können zwar nicht sehen, aber: „Gott kann dort heilen, wo wir offen sind und ihn darum bitten. Dann ändert sich Gewaltiges!“, ist er überzeugt.

Ein beeindruckendes Zeugnis! Danke, Marco! Gottes reichen Segen wünschen wir dir!

Hier der gesamte Abend zum Nachhören:

Männlichkeit und Narzissmus

Was wünscht sich eine Frau, wenn sie gern einen echten Mann hätte?

Für DDr. Raphael Bonelli, Dozent und Psychotherapeut, ist klar: Die Frau wünscht sich einen Mann, der kultiviert Stärke zeigt (eine Schulter zum Anlehnen), der Entscheidungen trifft, der Halt gibt und Ordnung schafft. Der Optimalfall: Der Mann setzt seine Kraft dienend ein.

Bonelli referierte bei „Theologie vom Fass“ in Linz unter dem Titel „Ich bin so schön, ich bin so toll“ über Männlichkeit und Narzissmus, erklärte anhand von vielen Beispielen und Studien grundlegende, naturwissenschaftlich belegte Unterschiede zwischen Mann und Frau. Es sei ein Denkfehler, meinte er, die kulturelle Entwicklung bezüglich Geschlechtlichkeit von der Biologie zu trennen.

Frauen sollten ihre empathischen Fähigkeiten nützen, um den Mann emotional zu coachen. Männer sollen ihr strukturelles Denkvermögen nützen, um die Frau zu systematisieren.

Sie coacht ihn – er ordnet sie:
„So ergänzen sich Mann und Frau wunderbar!“

Narzissmus bedeute eine Selbstüberschätzung und Selbstidealisierung – und sei die natürliche Versuchung des Mannes, so Bonelli. Ein Narzisst schaue auf andere herab, weil er sich überlegen fühle, blende eigene Fehler aus und könne Werte, die über ihm stünden, nicht anerkennen.

Und die Frau? „Ihre natürliche Versuchung ist der Perfektionismus.“ Narzissmus und Perfektionismus – in beiden Fällen kreise der Mensch um sein eigenes Ich, erläuterte Raphael Bonelli. „Der Narzisst kreist selbstverliebt um sich (‚Ich bin so gut‘), der Perfektionist kreist ängstlich um sein Ich (‚Bin ich gut genug im Vergleich zu …?‘).“

Planen. Erschaffen. Beenden.

Auch wenn seit dem Abend mit Prof. DDr. Matthias Beck schon etwas Zeit vergangen ist, bleibt das Thema, über das er am 7. April sprach, brandaktuell: „Planen. Erschaffen. Beenden. – Wer entscheidet über Leben und Tod?“ So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Veranstaltung im Melker Stiftkeller die bestbesuchte seit Christopher West war.

Doch zum Thema: Matthias Beck, der Pharmazeut, Arzt und dazu noch Priester ist, beantwortete mit viel Fachwissen die anspruchsvollen Fragen des Abends: Was ist das menschliche Leben und wann beginnt es? Was ist die Seele?  Wann endet das Leben? Gibt es einen Unterschied zwischen indirekter, passiver und aktiver Sterbehilfe?

Hier der spannende Vortrag zum Nachhören:

Die perfekte Gesellschaft – Dürfen Menschen Gott spielen?

Ist alles christlich vertretbar, was medizinisch möglich ist? Prof. Dr. med. Christoph von Ritter, Ärztlicher Leiter einer Klinik am Chiemsee und Mitglied des päpstlichen Gesundheitsrates, sprach mit viel Humor und persönlicher Erfahrung über die heißen Eisen in der Bioethik.

Termin verpasst? Natürlich wie immer hier zum Nachhören! :)

Hat das Leben mehr zu bieten?

Ist es nicht so, dass sich ein jeder ein Leben in Fülle, also in voller Freiheit, in vollem Glück und in voller Zufriedenheit wünscht? Da überrascht es nicht, dass das Thema „Zu gut für diese Welt – Hat das Leben mehr zu bieten?“ viele junge Menschen ins In-Lokal „Josef – das Stadtbräu“ in der Landstraße gelockt hat. Franz Heidelberger gab uns vor allem drei Anhaltspunkte, die jedem in jeder Lebenssituation als Wegweiser dienen können: Dankbar sein für das, was man hat; sich nicht vergleichen mit anderen; realistisch werden, einfach „get real“. Ein enorm spannender Prozess – also am besten gleich nachhören! :)

Übrigens, nicht vergessen: Am Freitag, 28. März 2014 feiert Pater Thomas Gögele LC mit uns um 18 Uhr hl. Messe in der Martinskirche am Schlossberg in Linz. Danach klingt der Abend in gemütlicher Runde in einem Linzer Lokal aus.

Wir freuen uns auf neue Gesichter, komm einfach vorbei!

Herausforderung Heiligkeit

Ist Heiligkeit möglich, nötig, machbar? Der Keller des Augustiner Klosterwirts in München war zum Bersten voll: über 120 junge Menschen lauschten gebannt dem hochmotivierten und humorvollen Vortrag von P. Karl Wallner. Er war wirklich in seinem Element :)

Bin ich eher heilig, heiligmäßig oder mäßig heilig? Diese und weitere spannende Fragen und Antworten kannst du dir hier anhören:

Harfensound und Flügelschlag

Nein, der Himmel ist wirklich nichts für Langeweiler: Spätestens seit diesem Vortrag freuen wir uns wirklich auf das Leben nach dem Tod! Der Himmel ist ein Ort, so Pater Klaus Einsle von den Legionären Christi, wo wir in voller Freude, in Überfluss, in Schönheit, in Leichtigkeit und Reichtum leben werden. Es wird keinen Schmerz, keine Krankheit, keine Not und keine Trauer mehr geben. Einfach genial, was da auf uns Menschen wartet! Wir danken Pater Klaus Einsle für sein Kommen – es war ein wahrhaft ‚himmlischer‘ Vortrag :)

Hier ein paar fotografische Eindrücke der Abende in Salzburg, Wien u. Linz: